Liebe-Licht-Kreis (A) Nürnberg - 9. Oktober 1995

O Herr, als das Werkzeug in Deiner Hand gebe ich mich hin, das auszusprechen, was ich im Inneren empfinde. Dein Segen hülle alles ein.

Ihr seid das Blatt im Wind Gottes. Wie das Blatt am Baum gedient, so seid auch ihr im Dienste an einem größeren Gemeinwesen in Meiner Dienerschaft, welche zurückführt an den Ursprung allen Seins.

Die Blätter der Bäume eurer Erde schenken euch die Möglichkeit zum Atmen, aber auch sie brauchen euch. Seht, dies ist ein Kreislauf, dies ist Geben und Nehmen. So sollt auch ihr in euren Gemeinschaften einander dienen, damit ein großer Organismus am Leben bleibt und damit auch allen anderen Wesen geholfen wird.

Ein Blatt im Herbst blickt zurück auf ein erfülltes Dasein: aus einer zarten Knospe ist es hervorgegangen, hat sich im Sonnenlicht entfaltet, hat gedient, gemeinsam mit vielen anderen; hat gegeben, aufgenommen und gereinigt. Nun zieht es ein buntes Kleid an, um sich auf ein Fest vorzubereiten.

Wo der Wind Gottes weht, lassen sich die Diener des Herrn von Ihm tragen. Sie wissen sich eingehüllt in Seine Liebe. Die Angst beim Loslassen fängt der Herr, unser Vater, mit Seinen Händen auf und trägt euch - so wie das Blatt - sanft zur Erde. Nach einem erfüllten Leben dient ihr noch im Hinscheiden den anderen Geschwistern.

Ihr seid der Humus, auf dem neues Leben keimt. Gebt euch hin, seid das Blatt im Wind Gottes! Lasst geschehen, was geschehen soll. Habt Vertrauen! Er weiß, wessen ihr bedürft.

So schließt sich ein Kreis und gleichzeitig beginnt etwas Neues. Stirb und Werde: ihr kennt das, und dennoch möchte Ich es erneut in euer Bewusstsein heben.

Wenn die Tage länger und düsterer werden, so sollen eure Gedanken sich auf euer Tun und Leben ausdehnen. Prüft euren Standpunkt! Seid ihr voll Vertrauen? Könnt ihr euch hingeben, Ihm - der euch geschaffen hat?

Ja, schaut auch auf die Früchte. Auch sie bringt der Herbst hervor. Samen fallen auf die Erde und sind schon wieder der Keim für den nächsten Zyklus. Gebt euch hin an die Gedanken des Vergehens, aber seht auch immer den Entwicklungsschritt, der dadurch ermöglicht wird.

Wenn die Tage dunkler werden, so schaut nach innen. Dort ist das Licht, das ihr gesammelt habt. Dieses wärmt und leuchtet euch auch in der tiefsten Finsternis. Ich Bin es, Der in euch dieses Licht hervorbringt! Folget diesem Licht und damit Mir, auf dass ihr frei werdet. Dann wird euch auch der größte Sturm im Äußeren nichts anhaben können, denn ihr lasst euch tragen von dem, was ihr im Inneren aufgebaut und empfangen habt, und Der Vater gibt Seinen Segen dazu.

Bietet dem Sturm keinen Widerstand. Seid das Blatt im Wind!
Ihr seid getragen. Ihr seid umfangen und geschützt. Gebt euch hin.

Gesegnet seid ihr als Meine Kinder! Ich stehe euch bei! Lasst Mich ein in eure Herzen und der Wind, der bis zum Sturm sich aufbäumt, wird schadlos an euch vorübergehen.

Es ist Herbst.     Tut ihr das Eure, der Herr tut das Seine.

Amen.

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